Der Schulwettbewerb „do it“ ging im Schuljahr 2024/2025 bereits in seine vierte Runde. Organisiert von der Bildungsregion Ortenau e.V. (BRO), verfolgt der Wettbewerb das Ziel, junge Talente in der Ortenau zu fördern und ihre digitale Kompetenz, Kreativität und Innovationsfreude zu stärken.

Die digitale Welt durchdringt heute nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Sie eröffnet enorme Chancen, stellt aber auch neue Herausforderungen an die Gesellschaft. Um die junge Generation bestmöglich auf diese sich stetig wandelnde Realität vorzubereiten, hat die Bildungsregion Ortenau e.V. den Digital-Schülerwettbewerb „do it“ ins Leben gerufen. Der Name „do it“ steht für „digital“ und „Ortenau“ und symbolisiert eine Initiative, die Schülerinnen und Schülern der Region eine kreative, praxisnahe und faire Plattform bietet, um sich spielerisch und innovativ mit Digitalisierung auseinanderzusetzen. Ein besonderes Merkmal des Wettbewerbs ist seine Offenheit für Vielfalt und Kreativität: Gefragt sind nicht nur klassische Informatik- oder Technikprojekte. Die Bandbreite an Ideen ist bewusst weit gefasst – alle Themen, die sich digital umsetzen lassen, können im Rahmen des „do it“-Wettbewerbs entwickelt und präsentiert werden. Damit fördert der Wettbewerb gleichermaßen technisches Know-how, kreatives Denken und Teamarbeit – zentrale Kompetenzen für die digitale Zukunft.

Vierte erfolgreiche Runde des „do it“-Wettbewerbs
Die vierte Runde des Digital-Schulwettbewerbs „do it“ war erneut ein großer Erfolg. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 13 aus der gesamten Ortenau waren bis zum 31. Juli 2025 aufgerufen, eigene Projekte und kreative Lösungsideen zu entwickeln, um Alltags- oder Schulprobleme mithilfe digitaler Werkzeuge nachhaltig zu bewältigen. Auch im Schuljahr 2024/2025 konnten die Teilnehmenden zwischen einem freien Thema und dem vorgegebenen Schwerpunkt „Nachhaltige Lösungen im digitalen Zeitalter“ wählen. Nach Einsendeschluss bewertete eine fachkundige Jury alle eingereichten Beiträge und wählte die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Insgesamt wurden neun Projekte von 20 Kindern und Jugendlichen aus acht verschiedenen Schulen und Einrichtungen ausgezeichnet.

Preisverleihung an der Hochschule Offenburg
Die feierliche Preisverleihung fand am 17. Oktober 2025 an der Hochschule Offenburg statt. Prof. Dr.-Ing. Jan Münchenberg, Prorektor für Digitalisierung an der Hochschule Offenburg und Mitglied im Vorstand der Bildungsregion Ortenau e.V., sowie Hans-Peter Möschle, ebenfalls Vorstandsmitglied der BRO, begrüßten die Teilnehmenden und würdigten die kreativen und innovativen digitalen Lösungsansätze, die in den Projekten zu einer Vielzahl aktueller Themen entwickelt wurden.

Neun Teams präsentierten der Jury ihre anspruchsvollen und ideenreichen Projekte. Die Hauptpreise stifteten die Volksbank eG Offenburg, die M&H Group aus Ohlsbach/Berlin sowie Verein Forscher/innen für die Region / Xenoplex. Die Sonderpreise wurden von den Firmen VEGA (Schiltach) und WTO (Ohlsbach) gesponsert. Zusätzlich vergab die Hochschule Offenburg einen Forschungssonderpreis.

Ausgezeichnete Ideen und kreative Projekte
Die Platzierungen der drei erstplatzierten Teams, die mit Geldpreisen in Höhe von 500 € (Volksbank eG Offenburg), 250 € (M&H Group) und 150 € (Forscher/innen für die Region / Xenoplex) verbunden waren.

  • 1. Preis:  Computer nur aus Relais – ein Schüler, unterstützt durch das Schülerforschungszentrum Freiburg
  • 2. Preis:  Hightech 2025 – Arsin Ghaffari und Lukas Riehle, unterstützt durch Forscher/innen für die Region e. V. / Schülerforschungszentrum Xenoplex
    Projekt: AMR Hochregal-Roboter – mehr Sicherheit und Effizienz im Lager der Zukunft
  • 3. Preis: NaCO₂ – Eine Stadt mit sauberer Luft – zwei Schüler des Robert-Gerwig-Gymnasium Hausach

Das  Xenoplex Team, Hightech 2025, hinter dem Projekt „AMR Hochregal Roboter“ beschäftigte sich mit der Frage, wie Roboter sinnvoll eingesetzt werden können, um die Arbeitswelt sicherer und effizienter zu gestalten. Aus dieser Überlegung entstand die Idee, einen autonomen mobilen Roboter (AMR) zu entwickeln, der künftig in Hochregallagern zum Einsatz kommen soll. Hochregallager gehören zu den Bereichen mit erhöhtem Unfallrisiko – immer wieder kommt es dort zu schweren, teils tödlichen Arbeitsunfällen. Hier setzt der AMR Hochregal-Roboter an: Er soll gefährliche Aufgaben in der Höhe übernehmen und so die Sicherheit für Mitarbeitende deutlich erhöhen.

Ein AMR ist ein selbstfahrender Roboter, der sich frei in seiner Umgebung bewegt, ohne auf Führungsschienen oder Markierungen angewiesen zu sein. Mithilfe modernster Sensorik erkennt er Hindernisse, reagiert flexibel auf Veränderungen und passt seine Route selbstständig an. Der entwickelte Roboter ist mit Not-Aus-Ultraschallsensoren, Warnleuchten und akustischen Signalen ausgestattet, wodurch das Sicherheitsniveau im Betrieb erheblich gesteigert wird. Gleichzeitig kann er schwere Lasten heben und gefährliche Tätigkeiten in großer Höhe übernehmen – Aufgaben, die bislang Menschen hohen Risiken aussetzen. Neben der erhöhten Arbeitssicherheit trägt der Einsatz eines solchen Roboters auch zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung in der Logistik bei. Damit zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie autonome Systeme die Arbeitswelt der Zukunft sicherer und nachhaltiger gestalten können.