Beim diesjährigen Landeswettbewerb Jugend forscht traten gleich mehrere Projekte an, die im Xenoplex durchgeführt wurden. Mit mehreren Preisen waren die Jugendlichen dabei außerordentlich erfolgreich und konnten somit die Erfolgsgeschichte des Schülerforschungszentrums fortsetzen.

Lukas Hamm (19, Titelbild rechts) wurde in einem hochkarätig besetzten Fachbereich Chemie mit einem starken zweiten Platz ausgezeichnet. Der Jungforscher, der mittlerweile am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studiert wurde von der Jury für sein interdisziplinäres Vorgehen und ein hohes wissenschaftliches Niveau ausdrücklich gelobt. Er entwickelte eine portable Messsonde, mit der im Wasser vorkommende Stoffe und Ionen schnell und kostengünstig mit einem neuen optischen Verfahren analysiert werden können. Da sein Verfahren auf eine vollständige Regeneration der Messchemikalien setzt, hat der Nachwuchsforscher sein nachhaltiges Verfahren zum Patent angemeldet und plant dieses auch in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen. In Zukunft möchte der Student selbst als Betreuer am Black Forrest Life Sciences Lab seine Erfahrungen an neue Jungforscher/-innen vermitteln.

Jakob Ziehms (17, Titelbild links) vom Robert-Gerwig-Gymnasium trat im Fachbereich Biologie an und durfte sich über gleich zwei Sonderpreise freuen. Im Rahmen seines Projektes entwickelte er eine Grünalge, mit der er den Abbau von PET-Flaschen drastisch beschleunigen will. Neben dem Sonderpreis „REset Plastic“ der Dieter-Schwarz- Stiftung darf er bei einem Praktikum am Max-Delbrück-Centrum in Berlin im Sommer weitere Laborerfahrung sammeln. An seinem Projekt, mit dem er das weltweite Plastikproblem bekämpfen möchte, will er unbedingt weiterarbeiten und in der nächsten Wettbewerbsrunde mit neuen Ergebnissen wieder antreten.

Ebenfalls im Fachbereich Biologie wurde Joshua Brosi (18) vom Marta- Schanzenbach-Gymnasium mit dem Sonderpreis für „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Der Abiturient beschäftigte sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem der Kuhweide. Insbesondere konnte er zeigen, dass vor allem Dungkäfer von einer Erwärmung besonders betroffen sind und deren Population bereits in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen ist.

Antonio Rehwinkel (16) vom Schiller-Gymnasium in Offenburg erreichte einen Sonderpreis im Bereich Mathematik/ Informatik. Mit seinem Projekt BogenTracker entwickelte er eine Software, mit der er Sensoren an Bogenschützen auswerten kann, um deren Präzision beim Schießen zu steigern. Er darf für ein Forschungspraktikum an das Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft in Stuttgart.

Das Xenoplex Team beglückwünscht die Teilnehmer des diesjährigen Landeswettbewerbs und dankt der Stiftung Jugend forscht für die digitale Durchführung des Wettbewerbs.